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Was ist Estrich?

Als Estrich bezeichnet man die nur wenige Zentimeter dicke Schicht zwischen Bodenplatte bzw. Geschossdecke und Bodenbelag. Er bildet den optimalen Untergrund für Bodenbelag und gleicht Unebenheiten aus. Man unterscheidet je nach Bindemittelart, Verlegeart und Einbauweise. Welcher Estrich Sie für Ihr Projekt am besten eignet, ist abhängig von Nutzung, Belastung und Bodenbelag. Fragen Sie hier am besten Ihren City Baumarkt Berater und nutzen Sie unser Baustoff-Bestell- und Lieferservice!

Die wichtigsten Estrich-Arten

Zementestrich
Aufgrund seiner Einsatzmöglichkeiten und tollen Eigenschaften der am häufigsten eingesetzte Estich.
Vorteile: Für innen und außen, nässeunempfindlich, frostbeständig.
Nachteile: Erst nach 20-30 Tagen belegreif.

Anhydrit-Estrich
Auch bekannt als Calciumsulfat-Estrich und stark im Kommen.
Vorteile: Früh begeh- und belastbar (7-10 Tage), für kürzere Bauzeiten, umweltfreundlich, einfach und sauber verarbeitbar, optimale Wärmespeicherung, spannungsarm.
Nachteile: Nicht für außen, nässeempfindlich.


Magnesia-Estrich
Gute Eigenschaften für spezielle Anwendungen (wie z.B. Antistatikböden).
Vorteile: elektrisch leitfähig, staubfrei, hohe Schall- und Wärmedämmfähigkeit, schlag- und stoßresistent, beständig gegen Mineralöle, Lösemittel und Treibstoffe.
Nachteile: Nicht für außen, nässeempfindlich.


Gussasphalt-Estrich
Selten verwendet, doch mit guten Eigenschaften.
Vorteile: Verlegbar unabhängig von Witterung und Temperatur, kurze Wartezeiten. (Belegreif nach 1 Tag), gute Wärme- und Schallschutzeigenschaften, geruchlos, staub- und wasserfrei und nahezu dampfdicht, nässeunempfindlich.

Verlegearten

Je nachdem, wie Sie Ihren Innenraum gestalten wollen, bieten sich verschiedene Arten der Verlegungan.

- Schwimmend (für Wohnräume, Büros, öffentliche Gebäude etc., Fußbodenheizung)
- Trocken (allround)
- Fließend (Keller, Garagen etc.)
- Verbundestrich

Fließestrich
Als Fliesestrich eignen sich Anhydritestrich und Zementestrich. Fließender Estrich lässt sich leicht ohne große körperliche Anstrengung und selbstnivellierend einbauen. Fließestrich wird als Trockengemisch angeliefert, am Verarbeitungsort mit Wasser angerührt und dann verarbeitet. Der Einbau von Fließestrich erfolgt ohne große körperliche Anstrengung.
Begehbar: nach 2 Tagen
Belastbar: nach 5 Tagen
Lange Trocknungszeit beachten!

Trockenestrich / Fertigteilestrich

Dieser Estrich besteht aus vorgefertigten Elementen in Form von Platten, die im Verband verlegt und im Fugenstoß verklebt werden. Trockenestrichsysteme sind leicht zu verlegen und bringen keine Feuchtigkeit in das Gebäude ein.
Begehbar: sofort
Belastbar: sofort

Schwimmender Estrich
Diese Estriche verbessern die Wärme- und Trittschalldämmung. Bei schwimmendem Estrich ist die Estrichplatte vertikal und horizontal beweglich. Geeignet sind solche Estriche beim Wohnungs- und Verwaltungsbau sowie in öffentlichen Bauten. Als schwimmender Estrich kommen Nass- und Trockenestriche in Frage.
Begehbar: nach 1-2 Tagen
Belastbar: nach 28 Tagen


Austrocknung

Wie rasch der Estrich trocknet und somit belegereif ist, hängt u. a. von Schichtdicke, Wasserzugabe, Art des Estrichs, Temperatur und Luftfeuchtigkeit ab. Als grobe Fausregel gilt die Formel: d² (Estrichdicke zum Quadrat) x 1,6 = Tage der Belegreife.

Die natürliche Austrocknung:
Durch Nässeabgabe des Estrichs steigt feuchte Luft durch langsame Erwärmung auf und wird durch Luftumwälzung abtransportiert.

Zu beachten:
Die Sonneneinstrahlung, die durch ein Fenster auf den immer gleichen Punkt im Raum fällt, kann zu Rissen im Material führen.

Die künstliche Austrocknung:
Eine künstliche Austrocknung kann durch Einsatz von Abbindebeschleuniger oder Schnellzemente herbeigeführt werden. Dies ermöglicht eine Belegereife in 24 bis 48 Stunden.

Zu beachten:
Nach zu langer Wartezeit für die Belagsverlegung kann es zu einer Rückfeuchtung aufgrund erhöhter herabfallender Luftfeuchtigkeit kommen.

 

Fotos: Fotolia (Picture-Factory), Wikipedia (Hundehalter)